Mathematisches Modell?

SPOSAP ist es nicht, wie aus meinem Leserbrief mit dem Titel 'Börsenillusionen' an die "Neue Zürcher Zeitung" vom 7.10.2004 hervorgeht: "Als professioneller Marktteilnehmer mit jahrzehntelanger Erfahrung bin ich der Meinung, dass mathematische Modelle früher oder später 'Pitfalls' erleiden (vgl. 'Ungelöste Probleme im Risikomanagement', NZZ 3.9.04). Rigide Mathematik kann dem Markt, der von der Psychologie der Wirtschaftssubjekte lebt, nicht gerecht werden. Ein Vergleich mit 'Systemen' beim Roulette sei erlaubt: Je länger einer mit seinem System spielt, umso sicherer ist letztlich sein Verlust. Bei diesem Vergleich entspricht die sichere Chance der Bank dem gesicherten systemimmanenten psychologischen Faktor, welcher die Märkte beherrscht. Was möglich ist, das ist die Erarbeitung einer Strategie: kein 'Perpetuum Mobile, aber eine Optimierung von Risiko und Chance, die sich bescheiden von der Illusion verabschiedet, den Markt im Griff oder gar 'am Wickel' zu haben. Eine solche Strategie ist wesentlich auf den betreffenden Marktteilnehmer zugeschnitten und taugt notwendigerweise, weil in der Sache begründet, nicht für jedermann. Rigide Börsensysteme erleiden leicht erklärbar umso rascher Schiffbruch, je mehr sie allgemein an Akzeptanz gewinnen. Die Hoffnung, dieser Tatsache durch ausgefeilte Kompliziertheit des anzuwendenden Systems ein Schnippchen zu schlagen, bleibt Illusion."